Date / Datum
Dienstag 26.12.2023
Secteurs / Sektoren
Les Diablerets - Meilleret (Alpes Vaudoises)
Villars - Bretaye (Alpes Vaudoises)
Gryon (Alpes Vaudoises)
Météo / Wetter
Leicht bewölkt
Attente / Wartezeiten
0-10 Min
Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.
Installations ouverte / Geöffnete Anlagen
Installations fermée / Geschlossene Anlagen
Gefahrene Anlagen
Manchmal kommt es anders als man denkt. Und das Leben zeigt, dass es selbst bei einer Planänderung immer noch anders sein kann als man es sich vorgestellt hat.
Mit grosser Vorfreude bereitete man sich auf das kommende Weihnachtsfest vor und ich freute mich auch schon riesig auf den Skiurlaub in der Altjahreswoche. Diesmal sollte es sogar genügend Schnee haben! Doch die Freude wurde jäh unterbrochen, als zwei Tagen vor dem grossen Fest ein Familienmitglied an einem ominöses Virus erkrankte.
In einer würdigen Light-Version konnte immerhin Heiligabend gefeiert werden. Aber das üppige Mittagessen am Weihnachtstag und die gemeinsame Neujahrsferien fielen ins Wasser.
Ich nutzte die Gelegenheit und fuhr am 25. Dezember alleine in Richtung Les Diablerets. Um bei der Anfahrt ein wenig Abwechslung zu haben, fuhr ich statt via Col du Pillon über den Col des Mosses. Selbst hier hatte es genügend Schnee. Trotzdem waren noch nicht alle Lifte geöffnet.
Am späteren Nachmittag holte ich beim Verleih ein Paar Skis. So war ich für den folgenden Tag gerüstet.
Am heutigen Tag verliess ich kurz nach 09:30 das Haus und marschierte zur Bushaltestelle. Freundlicherweise hielt der Diablobus an, auch wenn diese Haltestelle offiziell nicht von dieser Linie bedient wird. Überraschenderweise war der Kleinbus sehr gut besetzt.
In der Gondelbahn rätselten wir über den Umstand, weshalb bei 8 Personen eine Person die Skis in die Kabine rein nehmen musste? Aber anscheinend hatte eine Person in der vorangehenden Gondel ihre Skis in den Köcher von unserer Gondel gesteckt.
Die Pisten waren noch recht hart und so ging es direkt rüber zum Lac Noir. Da ich nicht zum Gegenhang hoch schieben wollte, stand ich bei der Schlange des Skilifts ein. Meinte eigentlich mit dem Bau der 8er Sesselbahn gehören Warteschlangen am Lac Noir der Vergangenheit an?
Da der Skilift zum Roc d'Orsay am surren war, musste natürlich dieser Lift ausprobiert werden.
Auf dem Roc d'Orsay krochen zwei kopflose Touristen bei der Einfahrt der Gondelbahn unter der Absperrung durch, damit sie die Aussicht ins Rhonetal besser geniessen konnten. Immerhin ist das dem Liftwart nicht entgangen und er schrie aus der Station. Aber seine Worte wurden vom Lärm des Antriebs verschluckt. Schlussendlich musste er über die Diensttreppe runter steigen und den beiden Gäste erklären, dass sie diesen Sperrbereich nicht unbedingt betreten sollten, wenn sie am Abend keine Kopfschmerzen haben wollen.
Ich nahm die Piste zur Combe d'Orsay in Angriff. Hier fühlt man sich irgendwie in einer anderen Welt. Aber aufgrund des Schattenlochs war diese Piste noch extrem hart. Trotzdem durfte eine Wiederholung nicht fehlen.
Der Vollständigkeit halber lag auch eine Fahrt auf den Grand Chamossaire drin, bevor es runter nach La Rasse ging.
Hier traf mich der Schlag. Für den Skilift Gryonne musste man bereits am Gegenhang anstehen. Trotzdem ging es ziemlich rasch vorwärts und dem Bügelmann war es ziemlich egal, wenn nur eine Person am Abfahrtspunkt eingestanden ist. Erfreulicherweise hat nun auch dieser Skilift einen einzigen blauen Bügel, was die künftige Benutzung spannend macht. Quasi ein Lotto für einen Skiliftfan. (Anmerkung der Redaktion. Der Autor leidet an Gedächtnisschwund und der blaue Bügel hing auch schon letztes Jahr am Seil)
Auch bei der Sesselbahn zum Croix de Chaux musste man anstehen. Keine Ahnung weshalb die nicht für eine grössere Förderleistung ausgelegt worden ist?
Die rote Piste hörte sich kratzig an und so entschied ich mich für die weniger steile Variante.
Für die Abfahrt nach Les Fracherets hatte ich keine grossen Erwartungen. Aber die Piste war den aktuellen Verhältnisse entsprechend gut.
Beim Skilift fühlt man sich in eine andere Epoche zurückversetzt. Wo gibt es noch eine Retortenstation, wo der Zugang ausschliesslich über einen Skilift erfolgt?
Und wenn der nicht funktioniert muss man mit dem Auto oder Bus runter ins Tal fahren um ins Skigebiet einsteigen zu können.
Als Jux durfte natürlich eine Fahrt mit dem Plan Métroz nicht fehlen, bevor es noch mal runter nach Les Fracherets ging.
Eigentlich wollte ich auch noch eine Wiederholung auf den Croix de Chaux machen. Aber die untere Pistenhälfte gefiel mir überhaupt nicht und so fuhr ich direkt weiter nach La Rasse.
Via Col de Bretaye fuhr ich am Lac Noir zur Talstation der Sesselbahn zum Pt. Chamossaire. Hier haben die Leute wohl nicht begriffen, wie man anstehen muss. Der Anstehbereich war mit Skifahrer verstopft, die aber gar nicht bei der Zugangssperre eingestanden sind. Habe mich dann durch das Gewusel vorgedrängelt und konnte schon auf dem nächsten Sessel Platz nehmen.
Die Piste war in einem recht guten Zustand. Hingegen die Engstelle war schon ziemlich zerfahren und brachte die Anfänger an ihre Grenzen, was wiederum für einem Rückstau sorgte. Im Wissen dass ich vielleicht im Frühling nicht mehr an diesem Hang fahren kann, entscheid ich mich für eine Wiederholung bevor es zurück nach Les Diablerets ging. Die Piste am Laouissalet war immer noch hart und konnte mich weiterhin nicht für eine Wiederholungsfahrt überzeugen. So suchte ich auf Les Mazots einen freien Platz im Restaurant. An der Theke wählte ich eine heisse Schokolade und ein Stück Kuchen.
Nach der Stärkung hatte ich genug vom Skifahren und ich trippelte mit den Skier in den Händen zur Bergstation der Gondelbahn.
Da ich einige Minuten auf die Navette warten musste, nutzte ich die Gelegenheit und fotografierte die beiden AOMC-Triebwagen, die in der Zwischenzeit ihrer Fahrgestelle beraubt worden sind, und nun aufgeständert als mobiler Ausstellungsraum dienen.
Anscheinend machte am heutigen Tag auch ein Kinderlager die Skipiste unsicher und deshalb wurde es im Bus kuschelig eng. Wobei ich mich schon ein wenig fragte ob für solch grosse Gruppen nicht eine Reservationspflicht gilt?
Nein, das hat es noch nie gegeben, dass meine Skisaison bereits am Stefanstag begann.