Date / Datum
Donnerstag 10.08.2023
Secteurs / Sektoren
Beatenberg - Niederhorn
Météo / Wetter
Leicht Bewölkt
Attente / Wartezeiten
0-5 Min
Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.
Installations fermée / Geschlossene Anlagen
Heute übernahm ich die Rolle eines Reiseführers, da ich einer bekannten Person versprach mit ihr in die Berge zu fahren.
Einen Zug früher als sonst erforderlich, fuhr ich nach Bern um die Bekannte am Treffpunkt in Empfang zu nehmen. Zuerst musste ich einmal den Ticketautomaten überlisten, weil ich eine Tageskarte lösen wollte, die sowohl die Zonen über Interlaken als auch Beatenbucht abdeckte.
Verstehe nicht weshalb auf dem Bildschirm nicht einfach ein Zonenplan angezeigt wird, wo man die gewünschten Zonen auswählen kann. Den Trick das System mit irgend welchen kuriosen via Strecken zum richtigen Ticket zu zwingen, gelingt auch nur einem Insider. Dafür versagte mein Orientierungssinn auf dem Perron und wir wären fast in den IC nach Brig eingestiegen. War zwar ein wenig verwirrt, weil die Wagenklassen nicht mit der Perronanzeige übereinstimmten. Bringt natürlich nichts wenn man auf die richtige Anzeige schaut und dann trotzdem in den falschen Zug einsteigt... Immerhin die Begleitung hat es rechtzeitig gemerkt.
In Interlaken West sind wir auf das gut besetzte Postauto umgestiegen.
Für mich war es ein wenig ungewohnt in Beatenberg bei der Schlange zur Kasse einzustehen. Mit dem MagicPass kann man sonst direkt zum Guichet gehen, wo die Tickets kontrolliert werden.
Wobei der Kassier war ein wenig erstaunt, dass ich eine Retourfahrt ohne Ermässigung lösen wollte. Dennoch wurde mir dann schon an der Kasse der MagicPass in die Tageskarte umgetauscht.
Die Gruppenumlaufbahn verkehrte im Dauerbetrieb. Obwohl etwa 10 Personen in jeder Kabine standen, konnten es die meisten Fahrgäste nicht glauben, dass effektiv 17 Personen Platz hätten. Auch meine Begleitung meinte, bei weiteren Personen würde auch sie wieder aussteigen.
Der ungenügenden Ausrüstung geschuldet war natürlich keine Bergtour möglich. Trotzdem spazierten wir entlang des rot weissen Bergwegs bis zur Verzweigung zum Gemmenalphorn. Dies konnte ich Dank den Ortskenntnissen und bei diesen Verhältnissen verantworten. So schlecht war dann das Schuhwerk auch wieder nicht. Auf dem Retourweg ging es über den Gipfelrundweg, der auch den Turnschuhtouristen einen schönen Ausblick ermöglicht. Muss sagen bis jetzt hat es kein Ausflug von mir auf Instagram, Facebook & Co geschafft! Das Happening wurde sogar per Videocall nach Osteuropa und Amerika geteilt.
Danach quälte uns der Hunger. Die Theke im Restaurant war schon fast leer gefegt und es lag nur noch ein Käse- und Schinkensandwich bereit. Kulturell bedingt war sofort klar wer welches Sandwich kriegt.
Nach der Stärkung machten wir es uns in den Liegestühlen vor dem Restaurant gemütlich, bis der Zeitpunkt gekommen ist um zurück ins Tal zu fahren. Für die Rückreise ging es mit der Standseilbahn runter nach Beatenbucht. Hier musste man noch eine Weile auf den Bus nach Thun warten. Wie zu erwarten war der Gelenkbus sehr gut belegt und man musste die ersten paar Haltestellen sogar stehen, bis es im hintersten Viererabteil freie Plätze gab. Die Begleitung bot mir einen Schluck Wasser an. Jedoch war ich nicht wirklich durstig. Da meinte grinsend ein älterer Herr, der im selben Abteil sass, er nehme sonst gerne einen Schluck.
Am Bahnhof Thun besorgten wir im Coop ein Eis bevor es mit der S44 weiter nach Belp ging.
Ein wenig überrascht war ich über den Umstand, dass in Belp die S3 auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnschranke stand. Man konnte auch beobachten wie die Spitzenbeleuchtung in den Parkmodus änderte und dann wieder zum normalen Spitzensignal wechselte. Wohl irgend ein Reboot? Dann ging auch die Schranke runter und es geschah nichts. Nach einer Weile ging die Schranke wieder hoch und es kam zum nächsten Reboot. Auch der hatte anscheinend nicht die erhoffte Wirkung und plötzlich wechselte die Perronanzeige auf Ausfall. Irgendwann hat man es dann doch geschafft den MUTZ auf das Gleis 1 zu manövrieren, so dass er wenigstens nicht mehr die Einfahrt verstopfte. Wenig später traf dann auch schon die S31 ein, die dann auch pünktlich los fuhr. Aber eben es war dann wieder mal der klassische Fall einer Folgeverspätung, da es keinen Anschluss auf das Postauto gab um nach Hause zu fahren...