Date / Datum
Sonntag 15.09.2024

Secteurs / Sektoren
Villars - Bretaye (Alpes Vaudoises)

Météo / Wetter
Leicht bewölkt

Attente / Wartezeiten
0 Min

Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.



Installations ouverte / Geöffnete AnlagenVillars - Bretaye (TPC/BVB)
Villars - Roc d'Orsay
Col de Bretaye - Chamossaire

Installations fermée / Geschlossene Anlagen

Gefahrene AnlagenVillars - Roc d'Orsay
Col de Bretaye - Chamossaire
Villars - Bretaye (TPC/BVB)

Wenn es diesen Sommer schon keinen Urlaub in den Alpes Vaudoises gab, dann geht es halt in einem Tagesausflug nach Villars.
Bis Lausanne ist die Fahrt problemlos verlaufen. Aber die App verkündet eine Störung zwischen Lausanne und Montreux. Das fängt ja schon gut an. Trotz der verspäteten Abfahrt des IR90 erwischte ich in Aigle den Bus ohne einen Sprint hinlegen zu müssen. In Villars stieg ich bei der Talstation der Gondelbahn aus. Obwohl es so gut wie keine Leute hatte, meinten zwei englischsprachige Herren sie müssen sich im letzten Moment auch noch in meine Gondel quetschen. In der Hochsaison würde ich es ja verstehen. Aber heute macht sowas einfach keinen Sinn. Ich setze mich ja in einen halbleeren Zug auch nicht in ein Abteil, wo schon eine fremde Person sitzt. In solchen Sachen verstehe ich die Menschheit nicht?
Vom Roc d'Orsay nahm ich den Aufstieg in Richtung Chamossaire in Angriff. Auf der Aussichtsplattform wurde eine kleine Holzhütte hingestellt, wo man unter einer akustischen Berieselung über die 4 Jahreszeiten fast überhängend ins Tal runter blicken konnte. Die Aussicht durch die grosse Panoramascheibe ist imposant. Aber ob es dazu noch eine akustische Kunstinstallation braucht sei dahin gestellt?
Mit der Sesselbahn fuhr ich runter nach Bretaye. Da keine weitere Bahn in Betrieb war, wollte ich nicht lange verweilen und fuhr mit dem nächsten Zug zurück nach Villars.


Da ich keinen Anschluss hatte, nutzte ich den Aufenthalt um die Baustelle beim Palace zu begutachten. Tatsächlich der alte Städeli Skilift war weg. Nur die ausgebuddelten Fundamente lagen noch herum.
Eigentlich schade dass in den Anfängerparks die Schlepplifte verschwinden und durch Zauberteppiche ersetzt werden. Irgendwo muss man ja auch üben mit einem Skilift zu fahren.
Danach deckte ich mich im Coop mit Proviant ein. Ich habe ja Verständnis, dass die Firmen ihre Kosten optimieren wollen. Aber es ist inakzeptabel, dass der Kassier der einzig geöffneten Kasse, dann auch noch für die 8 Self-Scanning Kassen verantwortlich sein soll. Dies führte dazu, dass es sowohl bei der Kasse als auch SelfScanning Terminals zu langen Wartezeiten kam, weil der arme Kassier nicht gleichzeitig an beiden Orten sein konnte. Und in der Westschweiz wird halt doch recht viel Weisswein gekauft, was die Selbstbedienungskassen andauernd blockierte, weil das Alter verifiziert werden musste. Aber bei so vielen Kunden erwarte ich eigentlich schon, dass auch bei den Selbstbedienungsterminals mindestes eine Aufsicht steht und nicht alle Kassen durch eine einzige Person betreut werden müssen. Dieser Zustand ist sowohl für die Kunden als auch das Personal absolut unbefriedigend und eine bodenlose Frechheit! Das hat nichts mit Effizienz zu tun, sondern da wird schlicht und einfach am falschen Ort gespart. Gerade für einen Nobelort wie Villars eine ziemlich peinliche Leistung und eine schlechte Visitenkarte für das Tourismusland Schweiz.
In einem Doppeltriebwagen ging es runter nach Bex. Ich war überrascht wieviel Lokalverkehr auf dieser Linie unterwegs war.
Auf dem Bahnhofplatz in Bex standen die kümmerlichen Überresten des Xeh 2/4. Vermutlich ist das Fahrzeug in ein paar Tagen vollständig zerlegt und Futter für den Schmelzofen. Immerhin wurde der Triebwagen 25 aus der selben Serie schön aufgearbeitet. Somit ist der Verlust zu verschmerzen. Aber mal schauen wie lange der historische Triebwagen erhalten bleibt, da es ja Pläne gibt auf der Bahnstrecke die Spannung zu erhöhen und dem restlichen Netz der TPC anzugleichen.
Mit dem RE33 ging es nach Aigle, wo ich auf den IR90 umsteigen konnte, der dann ca. 20 Minuten später wieder durch Bex rauschte. So kann man sich die Zeit natürlich auch vertrödeln.
Überraschenderweise kam bei der Einfahrt nach Visp die Durchsage, dass dieser Zug hier endet. So war es eigentlich nicht geplant! Wäre gerne in Brig umgestiegen, da ich eh in eine Taktlücke geraten bin.
Aber kurioserweise fuhr tatsächlich ein Zug in Richtung Üsserschwiz ein. Erst beim Blick in die Fahrplanapp stellte ich fest, dass dieser Zug direkt nach Zürich verkehrt und somit Bern umfährt. Somit für mich eine Premiere!
Kurz vor Ankunft in Spiez hat dann der Kondi per Lautsprecher darauf hingewiesen, dass Reisende nach Bern umsteigen müssen. Wobei ich nicht verstehe, weshalb man in Spiez umsteigen sollte? Ab Thun gäbe es ja deutlich mehr Verbindungen?
Ich blieb natürlich sitzen und ging erst in Thun raus. Wobei ich sagen muss, mein Wagen war da schon ziemlich leer und somit war es für die verbliebenen Fahrgäste ein enormer Luxus in einem halbleeren Zug weiter nach Zürich zu reisen. Somit fraglich ob diese Tangentialverbindungen wirklich rentieren?
Da ich durchs Gürbetal keinen Anschluss auf das Postauto hatte, stieg ich in die S1 ein. Jedoch war ich überrascht wie gut dieser Zug ausgelastet war.
Als ich in Bern auf dem Gleis 1 vom Sektor F in Richtung Sektor A ging, fuhr auf dem Nebengleis der IC aus Brig ein. Somit hat man mit einer Fahrt nach Bern mit dieser Tangentialverbindung so gut wie nichts gewonnen und könnte gerade so gut die 30 Minuten in Visp vertrödeln. Oder wenn der IR nicht vorzeitig endet, dann eben weiter nach Brig fahren, um dort stressfrei einen freien Platz im IC ergattern zu können.



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