Date / Datum
Samstag 03.08.2024
Secteurs / Sektoren
Leysin (Alpes Vaudoises)
Météo / Wetter
Bewölkt
Attente / Wartezeiten
0 Min
Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.
Installations fermée / Geschlossene Anlagen
Wenn es dieses Jahr aus familiärer Gründen keine Ferienwoche im Chablais gibt, dann mache ich halt Tagesausflüge in die Alpes Vaudoises.
Trotz Bombardier Dosto erreichte ich Lausanne ohne Panne und Geschüttel. Dennoch sind mir diese Züge nicht besonders sympathisch.
Auf dem Perron in Lausanne ärgerte ich mich über den Umstand, dass die Gruppenreservation nicht auf der Perronanzeige erscheinen, wenn die Gruppe bereits im Zug sitzt. In diesem Fall muss man sich auf die Zettel am Fahrzeug verlassen. Auf jeden Fall der Wagen, wo ich eingestiegen bin war schon voll und ich musste in den nächsten Doppelstockwagen wechseln. Logischerweise war es auch hier eng, weil der Zug nicht besonders lang war. Schlussendlich musste ich einen Fahrgast bitten sein Gepäck vom Sitz wegzuräumen. Ist auch so eine Unart, die ich nicht verstehe. Wenn es schon mehr als offensichtlich ist, dass der Zug voll wird, dann könnte man ja das Gepäck schon proaktiv verstauen und nicht zuwarten bis man dazu aufgefordert wird. Erst im Verlaufe der Reise realisierte ich, dass unter den Füssen des Fahrgastes ein zusammengeklappter weisser Stock lag. So kann man das Verhalten natürlich entschuldigen. Aber es sind längstens nicht alle Fahrgäste sehbehindert, die sich so verhalten.
In Aigle bin ich schnurstracks umgestiegen und erwischte im Steuerwagen der AL noch ein freies Abteil. Aber die Ruhe währte nicht lange und der Wagen wurde vom Fussballverein gestürmt, der im IR den Wagen reserviert hatte. Immerhin die Begleitpersonen bemühten sich die Rasselbande unter Kontrolle zu halten. In Leysin Village ging der Fussballverein raus.
Anscheinend war auch der blinde Passagier im Zug, der in Fedey von einem Bekannten mit dem Auto abgeholt worden ist.
Ich marschierte zur Talstation und mit der Gondelbahn ging es hoch auf die Berneuse.
Nach ein paar Selphies mit dem schönen Panorama, nahm ich den steilen Abstieg zum Lac d'Aï in Angriff und wanderte gemütlich über das Plateau zur Sesselbahn. Ohne lange zu verweilen ging es aufs Einstiegspodest. Offenbar verpasste ich gerade den Sessel Nr. 1. Aber auch der nachfolgende Sessel brachte mich sicher in Richtung Tal.
Als die Lifttrasse auf dem letzten Viertel entlang des Wanderwegs führte, schwebte ich über die Köpfe der jungen Fussballer. Anstatt ein Match war ein Marsch angesagt.
Am Kiosk besorgte ich eine Zeitung und marschierte dann zurück zum Bahnhof.
Kurzentschlossen stieg ich in den Bus über den Col des Mosses ein, der vor dem Bahnhofsgebäude auf Kundschaft wartete. Doch die Ernüchterung war gross, als der Chauffeur in Le Sepey verkündete, man müsse einen verspäteten Anschluss abwarten. Mit 10 Minuten Verspätung ist das zweite Bähnchen der ASD aufgekreuzt.
Immerhin hat sich der Bus mit Fahrgästen gefüllt, so dass die Warterei nicht vergebens war. Aber ich begann zu rechnen und es wurde laut Fahrplan extrem knapp mit dem Anschluss in Château d'Oex. Doch je mehr sich der Bus dem Ziel annäherte, desto klarer wurde, dass im Fahrplan extrem viel Reserven eingerechnet worden sind. Schlussendlich konnte ich im Bahnhof sogar noch den körpereigenen Abwassertank entleeren, bevor es gemütlich auf den Bahnsteig ging.
Ich fand in dem niederflurigen Zwischenwagen der JEKAMI-Komposition ein freies Abteil. Und es war dann auch ziemlich rasch klar weshalb in diesem Wagen so wenig Passagiere sassen. Die Klimaanlage quittierte den Dienst. Oder vielleicht ist es ja der Saunawagen ein neues zuschlagpflichtiges Feature? Aber egal nach 5 Minuten gewöhnte man sich daran. Erst ab Gstaad wurde es dann auch in diesem Wagen eng. Da war mein selbstgemachtes Sandwich schon lange verdrückt.
Beim Halt in Saanenmöser musste ich über die alte Perrontafel lachen.
Sowohl die Gondeln am Saanersloch sehen irgendwie anders aus und auch die PTT gibt es in dieser Form nicht mehr.
In Zweisimmen musste ich auf den Regio in Richtung Bern umsteigen.
In Thun wurde ich Zeuge, wie die Zugbegleiterin vom hinteren Zugteil nach vorne rannte und der Kollegin in meiner Einheit eine Flasche Cola in die Hand drückte. Erst später realisierte ich, dass wohl in meiner MIKA die Minibar leer war und man mit dieser Aktion einem durstigen Passagier helfen wollte, der vor dem leeren Getränkeautomaten stand.