Date / Datum
Donnerstag 25.07.2024

Secteurs / Sektoren
Axalp

Météo / Wetter
Leicht bewölkt

Attente / Wartezeiten
0 Min

Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.



Installations ouverte / Geöffnete AnlagenAxalp - Windegg

Installations fermée / Geschlossene Anlagen

Gefahrene AnlagenAxalp - Windegg

Die Axalp gehört schon seit einigen Jahren zum MagicPass. Jedoch ist es das erste Mal, dass die Sesselbahn auch im Sommer in Betrieb genommen wird. Somit landete das Gebiet auf meiner Bucketliste und wurde für den Frühling eingeplant. Aber der Wetterbericht und die Webcambilder mit den Schneeflecken hielten mich von diesem Vorhaben ab. Heute ist endlich der passende Zeitpunkt gekommen.
Da ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, was ich einen ganzen Tag dort oben machen kann, fuhr ich erst gegen Mittag los. Bis Därligen ist es gut gegangen. Aber hier blieb der Zug plötzlich stehen und es kam die Durchsage, dass aufgrund einer Betriebsänderung der Zug um einige Minuten verspätet wird. Schlussendlich wurde wohl ein verspäteter Gegenzug abgewartet.
Nun gut ich habe ja wirklich Verständnis wenn Kinder nicht während der ganzen Zugfahrt still sitzen können. Aber anscheinend gibt es Touristen deren Erziehungsmethoden daraus bestehen den Radau ihrer Sprösslinge gekonnt zu ignorieren. Ein paar ermahnende Worte dass zumindest mal für 5 Minuten Ruhe herrschen würde, wäre durchaus angebracht gewesen. Und nein ich bin nicht im Familienwagen gesessen!
Aufgrund der Verspätung wurde das Umsteigen sportlich. Da ist es besonders ärgerlich dass die kurze Komposition des Regios der Zentralbahn bis zum Prellbock fährt und man dann trotz des perrongleichen Umstiegs einen Marathon durch das Gewusel der ausgestiegen Passagiere machen muss, die das Perron verstopfen, weil sie entweder nicht wissen wo sie hin wollen oder weil sie warten da der Papa noch 100 Koffern aus dem Zug ausladen muss.
Zum Glück musste auch noch eine Gruppe Kinder auf den Regio umsteigen, die aber irgendwie vergebens die reservierten Plätze im Zug suchte.
In Brienz bin ich auf das Postauto umsteigen. Lustigerweise warten die Kurse auf die Axalp an der vordersten Kante, obwohl das vermutlich die Linie mit den wenigsten Verbindungen ist? Überraschenderweise stand ein hochfluriger IVECO Crossway bereit, obwohl es gemäss Fahrplan ein Niederflurbus sein sollte? Trotz der fortgeschrittenen Zeit war der Bus sehr gut besetzt. Unterwegs ist noch eine Familie zugestiegen, die überrascht zur Kenntnis nehmen musste, dass man hier nicht mit Karte bezahlen kann, was in der Schweiz besonders schmerzt, da ja selbst kürzere Fahrten im Bus extrem teuer sind. Nachdem die breite Talebene durchquert worden ist, wurde die Strasse eng und steil. Die Chauffeuse meinte diese Strecke sei noch fast interessanter als die steilste Postautolinie zur Griesalp. Kann ich nicht bestätigen, da ich noch nie zur Griesalp gefahren bin. Aber Tatsache ist die Griesalp ist nur mit speziell konstruierten Kleinbusse erreichbar und hier wird quasi mit Standardmaterial gefahren, wie man es von vielen Linien in den Berggebieten kennt. Beim Giessbach hat sich das halbe Postauto geleert. Hatte ich irgendwie nicht mehr aus dem Radar, dass dies auf der selben Strecke liegt. Trotzdem bei der Bramisegg sind wiederum recht viele Leute zugestiegen.
An der Endstation liess ich die Sesselbahn links liegen und versuchte über einen Weg den Skilift Gussetsboden zu erreichen. Die Anwohner haben sich wohl gefragt was das für ein komischer Lulatsch sei, der schon 10 Minuten später wieder über den selben Wanderweg zurück kommt. Aber das Ziel der heutigen Mission lautet möglichst viele Liftanlagen fotografieren.
Plötzlich dröhnte ein Hubschrauber der Rega über die Köpfe. Selbst der Sessellift wurde für kurze Zeit angehalten. Schenkte dem nicht wirklich Beachtung und beendete zuerst meine Skilifttour innerhalb der Ortschaft. Gab ja auch noch den Skilift Hüttboden zu fotografieren.
Als ich die Talstation der Sesselbahn erreichte hörte ich nur wie der Liftwart zu einem Passanten etwas von einem Gleitschirmunfall sagte. War wohl der vorherige Helikoptereinsatz?
Kurios war der Ausstieg für die talwärts fahrenden Passagiere. Und zwar mussten die um die Seilscheibe herum fahren. Wäre eigentlich ein Grund heute den inneren Schweinehund siegen zu lassen.
Der Sessel höpperlte gemütlich aus der Station und ich knipste fleissig Bilder. Doch als der Sessel über eine Kuppe fuhr, war meine Freude getrübt, da sich anscheinend ein paar Waldarbeiter in auffälliger Kleidung unter der Trasse aufhielten. Genau diese Momente hasse ich! Ich will es ja gerade möglichst vermeiden fremde Köpfe auf den Fotos zu verewigen. Denn auch das Verpixeln ist mit Aufwand verbunden und sieht hässlich aus. Als der Sessel über die Köpfe der Holzfäller schwebte, bemerkt ich erst dass dies die Rettungskräfte der Rega waren, die versuchten den abgestürzten Gleitschirm aus dem Gestrüppe zu bergen. Dann ist es noch peinlicher, dass ich die Kamera in den Händen habe. Aber eben nicht als Gaffer wegen dem Unfall, sondern weil ich schlicht und einfach die Sesselbahn fotografieren wollte. Musste feststellen, dass oben auf dem Grat eine grosse Menschentraube runter zur Unfallstelle starrte.
Obwohl sich die Bergstation im Nirgendwo befindet wurde der Motor in der Bergstation platziert. Generell ist mir aufgefallen, dass in diesem Gebiet die Antriebe bergseitig platziert worden sind. Auch wenn sich aus physikalischer Sicht die Abspannung im Tal und der Antrieb in der Bergstation befinden sollte, ist dies gerade bei Skilifte eher selten der Fall.
Obwohl auf der Landkarte noch nicht eingezeichnet ist, gab es von der Bergstation tatsächlich einen Wanderweg, der zurück zur Talstation führte. Auch wenn es mich gereizt hätte wieder mit der Sesselbahn zurück ins Tal zu fahren überwand ich den inneren Schweinehund und marschierte mal los. Bei einer Verzweigung war ein Wegweiser mit der Zeitangabe zum Axalphoren. Da war klar dass es heute definitiv nicht in diese Richtung geht. Auch wenn mich die Werksseilbahn in diesem Gebiet sehr gereizt hätte.
Kurz vor dem Ziel setzte ich mich auf eine Bank und packte das PicNic aus. Danach nahm ich noch die 300 Meter unter die Füsse um zur Bergstation des Skilifts Gussetsboden zu gelangen. Entlang der Strasse ging es zurück zur Axalp. Da ich noch ausreichend Zeit hatte nahm ich den Pfad parallel zum Skilift Hüttboden in Angriff. Wobei die Parallelität nicht der mathematischen Definition entsprach und ich mich immer weiter von der Lifttrasse entfernte. Die Talstation musste ich schlussendlich per Zoom einfangen...
Dafür begegnete ich einer temporären Bauseilbahn, die vermutlich für Waldarbeiten aufgestellt worden ist?
Es hätte mich zwar gereizt noch die Talstation des Skilifts Gussetsboden zu besuchen. Jedoch fand ich es intelligenter umzudrehen und bei der Endstation des Postautos einzusteigen. Irgendwie hatte ich schon eine böse Vorahnung. Als ich fast 30 Minuten vor der Abfahrt den Wendeplatz der Bushaltestelle erreichte traf mich fast der Schlag. Und zwar sassen hier schon unzählige Leute auf dem Boden und ich konnte mir ausrechnen, dass da ein Bus nicht ausreichen wird.


Für grosses Raunen sorgte der Umstand, dass der Kurs aus Brienz fahrplanmässig eintraf, aber wieder leer davon fuhr. Ich ahnte dass dieser Bus pünktlich zur Abfahrtszeit wieder zurück sein wird und die Chauffeuse vielleicht hier oben wohnt und für die Pause schnell nach Hause gefahren ist?
Die grosse Menschenansammlung führte zur Selbsthilfe. Und zwar trafen fast im Minutentakt Kleinbusse von Gleitschirmclubs auf dem Parkplatz der Bergbahnen ein, die Damen und Herren mit grossen Rucksäcken ausspuckten. Anstatt wieder leer zurück zum Landeplatz zu fahren, hielten sie auf dem Wendeplatz der Bushaltestelle an und ein paar der warteten Fahrgäste konnte in die Kleinbusse einsteigen. Ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber jeder Fahrgast weniger reduzierte das Risiko auf Stehplätze im Postauto.
Kurz vor Abfahrt tauchten dann tatsächlich zwei Busse auf. Wieder der Crossway und ein niederfluriger Setra. Natürlich hätte mich der Setra gereizt. Aber als ich den Ansturm auf dieses Fahrtzeug sah, versuchte ich es dann trotzdem beim IVECO. Aber dann kam die überraschende Wendung. Und zwar sollte der Zusatzwagen als Direktkurs geführt werden. Dies führte dazu dass ein paar Fahrgäste falsch eingestiegen sind und ich konnte dann die Gunst der Stunde nutzen und fand tatsächlich in der zweit hintersten Sitzreihe des Setras einen freien Platz.
Kurios nebst den Fahrzeugführer war auch noch ein Kundenlenker dabei, der das Chaos an der Haltestelle regelte. Der ist dann auch im Zusatzwagen mitgefahren und an jeder Haltestelle ausgetigen, um den warteten Fahrgäste zu erklären dass der reguläre Kurs noch folgt. Aber wenn man schon anhält hätte man ja die Reisenden nach Brienz mitnehmen können?
Der andere Bus war ja sicher auch voll. Mit dem Direktbus war ich natürlich viel zu früh in Brienz und konnte somit schon mal die Talstation der BRB inspizieren. Denn Morgen geht es ja dann mit dieser Bahn hoch.
Mit dem PE ging es zurück nach Interlaken. Darin ereignete sich ein kleines Drama. Es ist sind Touristen mit einem Kleinkind zugestiegen. Das Gepäck und das Laufrad des Kindes wurde schön im Multifunktionsabteil verstaut und dann suchten sie sich ein freies Abteil. Kaum sind sie hingesesssen begann das Kind laut zu schreien. Vom Sitzplatz aus war das Gepäck nicht einsehbar und das Kind hatte Angst dass sein Laufrad geklaut wird. Der Vater ging mit dem Kind zurück zum Gepäck und zeigte dass alles noch da ist und es wurde sofort still im Wagen. Siegessicher kehrte der Vater wieder zurück zum Sitzplatz und das Geschrei begann erneut. Nach dem dritten Versuch kapitulierte der Vater und er blieb mit dem Kind beim Gepäck stehen.
Glücklicherweise ist der PE vor der BOB eingefahren, so dass man im IC noch genügend Platz fand.
Überrascht war ich über meinen 2. Klasswagen. Anscheinend gibt es von den EW IV ein paar 1. Klasswagen, die eine Bestuhlung nach 2. Klasse erhalten haben? Aber trotzdem die feudalen Abstände sind erhalten gebliebenen. In Deutschland hätte man jetzt sicher möglichst viele Sitze rein gequetscht, so dass man dann garantiert einen Fensterbalken vor der Nase hat.
Zu Hause stelle ich fest, das die App des MagicPass nicht mit der Axalp umgehen konnte und das Gebiet als Unbekannt erfasst worden ist.


Fest steht dies war nicht mein letzter Ausflug auf die Axalp! Bleibt zu hoffen, dass der Sommerbetrieb der Sesselbahn nicht ein einmaliger Versuch bleibt!


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