Date / Datum
Sonntag 29.10.2023
Secteurs / Sektoren
Leukerbad - Gemmi
Kandersteg - Stock
Météo / Wetter
Bewölkt und starke Böen
Attente / Wartezeiten
Min
Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.
Installations ouverte / Geöffnete Anlagen
Installations fermée / Geschlossene Anlagen
Heute konnte man eine Stunde länger schlafen und man war dann trotzdem frühzeitig wach.
Der IC in Richtung Wallis war ziemlich leer. Hätte gedacht da seien wesentlich mehr Leute unterwegs. Aber das stört mich ja nicht.
Vom Busbahnhof in Leukerbad ging es strammen Schrittes zur Talstation der Gemmibahn. Hier musste ich die nächste Abfahrt abwarten. Als ich im Bergstationskomplex zum Drehkreuz der Seilbahn zum Daubensee ging, meinte der Maschinist, dies sei wohl die letzte Fahrt für Heute und zurück muss ich laufen. War mir ja eigentlich egal. Aber hoffentlich stellt die Bahn in Kandersteg nicht den Betrieb ein?
In der Tat war die Fahrt ein wenig windig. Trotzdem konnte ich mir nicht so ganz vorstellen, dass dies schon das Limit war?
Die Wanderung selbst war ziemlich windstill und ich erreichte strammen Schrittes das Hochplateau der Spittelmatte. War trotzdem überrascht wieviele Wanderer und Biker heute auf der Gemmi unterwegs waren. Jedoch Saisonbedingt ist es wohl noch eine der wenigen Wanderungen, die man im Spätherbst im Gebirge machen kann. Die meisten Bergbahnen sind sonst schon geschlossen...
Den Weg durch den Talboden kannte ich ja schon. Deswegen entschied ich mich spontan den kleinen Umweg zu machen, der oberhalb des Arvenwalds durchführt. Dies hatte sogar noch den Vorteil, das ich bei der Bergstation, des inzwischen seillosen Skilift Spittelmatte vorbei kam. Ja irgendwann ist es verständlich dass dieser Lift nicht rentabel war.
Witzig fand ich die Ausgestaltung der Schätze einer Schnitzeljagd. Nerviger war das Surren irgend einer Hobbydrohne.
Aufgrund der unsicheren Wetterlage wollte ich nicht allzulange verweilen und ich ging möglichst rasch in das Obergeschoss der Bergstation. Positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass man die Tickets neuerdings auch mit Karte bezahlen kann. Habe schon damit gerechnet, dass ich meine Reserve an Bargeld anzapfen muss. Kassier war wohl der Junior des Kabinenbegleiters? Der durfte wohl seinen Vater am Wochenende bei der Arbeit begleiten?
Ein wenig verwundert hat mich beim Einsteigen das Rahmenpalett, das schon die Hälfte der Kabinenfläche beanspruchte. Aber für die Kinder war es eine willkommene Sitzgelegenheit und für die Erwachsenen eine praktische Gepäckablage.
Anscheinend herrschte bei einer Familie Zoff und die kleinen Sprösslinge haben die Mama so fest genervt, dass die wieder ausgestiegen ist und zum Entsetzen der Kinder nicht mehr mitfahren wollte. Der Papa meinte das Mama manchmal ein bisschen Ruhe braucht und sie dann halt im Tal warten, bis sie sich beruhigt hat.
Kaum hat die Kabine die schützenden Mauern der Bergstation verlassen wurde sie von einer pfeifenden Böe angegriffen. Da habe ich den Sinn von dem platzraubenden Rahmenpalett verstanden. Am Steuerpult piepste mehrfach der Windalarm. Jedoch beunruhigte das den Kabinenbegleiter und seinen blutjungen Praktikanten nicht.
Da gerade kein Bus verkehrte marschierte ich zu Fuss zum Bahnhof. Dabei entdeckte ich einen aufgeständerten Aufbau. Könnte irgend ein Wagen von einem TschTschu Zug gewesen sein?
Der nächste Zug fuhr in Richtung Brig. Rechnete mir da mehr Chancen für einen freien Sitzplatz aus.
Doch weit gefehlt, plötzlich wurde der Wagen von einer Gruppe Pfadfinder gestürmt. Aufgrund des Gepäcks vermute ich sehr, dass die weiter nach Genf reisen wollten?
In Brig stieg ich auf den IC um, der mich durch den Basistunnel zurück nach Hause brachte.