Date / Datum
Sonntag 02.06.2019
Secteurs / Sektoren
Kandersteg - Oeschinen
Einzelanlagen Kandertal
Météo / Wetter
Schön
Attente / Wartezeiten
0 Min
Les départs selon horaire sont calculés par 0 minutes. Sauf en cas de retard ou en raison des fort affluences qu'il fallait attendre le prochain départ.
Planmässige Abfahrten werden als 0 Minuten berechnet. Es sei denn es kommt zu Verspätungen oder aufgrund von Grossandrang muss die nächste Abfahrt abgewartet werden.
Installations fermée / Geschlossene Anlagen
Um die eingerosteten Knochen ein wenig aufzulockern, war der Aufstieg zum Oeschinensee gerade ideal. Zudem startet die Gondelbahn in Kandersteg ziemlich früh in die Sommersaison, was bei vielen Gebieten im Wallis und der Westschweiz leider nicht der Fall ist...
Der Aufstieg ist steil aber mehrheitlich entlang einer Autobahn. Nach knapp einer Stunde war der weltbekannte Bergsee erreicht. Ich bewunderte das Panorama und bestaunte die Felsbrocken im Bereich des spitzen Steins. Ich fragte mich wie lange diese Formation wohl noch zusammenhält?
Via Sennhütte wanderte ich in Richtung Gondelbahn. Beim Schatthusbode zweigte ich vom offiziellen Wanderweg ab und erreichte entlang der Skipiste die Bergstation des Skilifts Rosshubel. Ein wenig verwundert war ich über die geomatischen Messeinrichtungen, die hier fest installiert worden sind. Na dann ist der Gegenhang wohl doch in Bewegung?
Auch beim Skilift Bire musste ich natürlich vom Weg abzweigen und querfeldein in Richtung dessen Bergstation aufsteigen.
Die Rodelbahn übersprang ich und ich ging direkt zur Bergstation der Gondelbahn. Beim Liftwart löste ich die Talfahrt, bevor ich runter ins Tal schweben konnte.
Quer durch den Ort spazierte ich zur Talstation der Seilbahn Allmenalp.
Ich löste bei der Maschinistin eine Retourfahrt. Da aufgrund des Klettersteigs eine erhöhte Nachfrage für Talfahrten bestand wurde fortlaufend gefahren und ich musste nur warten bis die nächste Kabine in der Station eintraf. Dann ging es nach einem kurzen Aufenthalt schon wieder los. Muss sagen diese Bähnchen ist echt steil und nichts für schwache Nerven.
Ich ging zur Theke und bestellte einen sauren Most. Als ich bezahlt hatte, meinte die Hüttenwartin ich könne das Getränke selber aus dem Brunnen holen. Und tatsächlich wurde der Trog vor der Hütte als Kühlschrank gebraucht.
Die 48cl Flasche, warum auch immer solch komische Grössen gewählt werden, war ziemlich schnell geleert und konnte den Durst nicht wirklich löschen. So holte ich halt noch eine zweite Flasche. Jedoch diesmal ohne Alkohol. Wollte ja nicht als Alkoholiker zum Bahnhof torkeln.
Nach der zweiten Erfrischung ging ich die paar Höhenmeter zurück zur Bergstation.
Anscheinend war der Ansturm vorbei und die Bergstation menschenleer. So drückte ich halt die Klingel der Gegensprechanlage. Die Maschinistin meinte ich müsse mich noch ein wenig gedulden, da man gemäss Fahrplan erst in 10 Minuten abfahren werde.
Die Talfahrt war nicht weniger spektakulär und insgeheim habe sogar ich gehofft, dass die Kabine nicht im Steilhang stecken bleibt!
Wieder auf sicherem Boden und mit weichen Knie marschierte ich zurück zum Bahnhof.
Mit dem Lötschberger ging es nach Brig, wo ich auf den IC durch den Basistunnel umgestiegen bin. Das hatte trotz dem Umweg den wesentlichen Vorteil, dass ich mich nicht um die Sitzplätze prügeln musste.
Wer Nervenkitzel sucht, muss unbedingt mit der Seilbahn auf die Allmenalp fahren. Als zusätzliche Herausforderung gibt es ja sonst noch den berühmten Klettersteig.
Hingegen Personen, die generell schon Angst haben eine Seilbahn zu besteigen, die sollten während der Fahrt bestimmt nicht aus dem Fenster schauen.